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Grundsätze

Fair Trade

„Wir setzen auf fairen Handel. Wir suchen mit Akteurinnen und Akteuren aus Gesellschaft und Wirtschaft nach neuen Wegen für gerechte, umweltverträgliche Handelsbeziehungen. Ein wichtiges Modell bei uns ist der Faire Handel mit dem Transfair-Siegel. Die Produzentinnen und Produzenten von Kaffee, Tee, Zucker und anderen Waren erhalten Preise, die über Weltmarktniveau liegen. Das ermöglicht menschenwürdige Einkommen, ausreichende Sozialleistungen und die Umstellung auf ökologischen Anbau.“
(aus: Die Zukunft ist grün. Grundsatzprogramm von Bündnis 90/Die Grünen, April 2002, S. 171)

Auch wir als Grüne Jugend unterstützen ausdrücklich den Fairen Handel. Wir sind der Ansicht, dass wir bereits auf kommunaler Ebene globale Verantwortung tragen müssen. Besonders in nationalen Krisenzeiten wird von Regierungsseite gerne bei Ausgaben für die Entwicklungspolitik gekürzt. Durch den Erwerb fairgehandelter Produkte können wir dazu beitragen, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika verbessert werden.

 

Bildung

Wir sind gegen Studiengebühren. Alle müssen die gleichen Chancen haben, ob beim Studium oder bei der Ausbildung. Bildung darf nicht zu einem Privileg der Oberschicht werden. Die GRÜNE JUGEND orientiert sich in ihren Zielen an den skandinavischen Ländern – Schule muss Spaß machen und fördern, statt regressiv und demotivierend zu wirken. Wir sind für eine Ganztagsbetreuung in den Schulen und setzen uns für gerechte Lernmöglichkeiten für alle – egal aus welchen gesellschaftlichen Schichten und mit welcher Herkunft – ein.

 

Atomkraft? Nein Danke!

Wir treten klar gegen den Weiterbetrieb von Atomkraft ein – vor allem aus Gründen der Sicherheit und der ungeklärten Endlagerungsfrage des hochradioaktiven Atommülls. Eher noch treten wir für einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie sowie den damit verbundenen Subventionen und für eine stärkere Kostenbelastung der Energieversorger ein.

Die GRÜNE JUGEND setzt sich klar gegen längere Laufzeiten von Atommeilern ein und beteiligt sich regelmäßig an den Protesten gegen die Atomlobby und die CASTOR-Transporte ins Zwischenlager Gorleben. Die Katastrophe von Tschernobyl, die zahlreichen Zwischenfälle selbst in moderneren AKWs und die unvorhergesehenen Einbrüche in den Endlagern Asse II und Morsleben zeigen, dass die Gefahren der Atomkraft nicht kalkulierbar und untragbar sind.

 

Extremismus

Wir lehnen grundsätzlich jede Form von Extremismus ab, sei es Rechtsextremismus, Linksextremismus oder religiös motivierter Extremismus. Zwar müssen diese verschiedenen Formen des Extremismus, was Ursprung und Ausprägung angeht, sorgsam unterschieden werden. Der fanatische, auf Alleinvertretungsanspruch  basierende Charakter extremistischer Zielvorstellungen, der zwangsläufig zu Menschenverachtung, Ausgrenzung und Gewalt führt, ist für uns jedoch Grund, sämtlichen Formen des Extremismus entschieden entgegenzutreten. Unser Ziel ist eine friedliche und solidarische Gesellschaft!

Die frühzeitige und differenzierte Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über Gefahren der verschiedenen Formen von Extremismus, ist unserer Ansicht nach ein entscheidendes Mittel zur Prävention. Um alle Kinder und Jugendlichen zu erreichen, ist die Aufklärung im Rahmen des Schulunterrichts in allen Schulformen von zentraler Bedeutung.

In Hennef und Umgebung sehen wir vor allem die Gefahren, die von rechtsextremen Gruppierungen und Einzelpersonen ausgehen. Rechte Gewalt ist nicht auf die hinlänglich bekannten Gebiete an der oberen Sieg beschränkt, sondern tritt auch in Hennef immer wieder zum Vorschein. Viele rassistische Beschimpfungen und  Übergriffe auf Menschen anderer Hautfarbe oder mit linker politischer Einstellung werden häufig gar nicht zur Anzeige gebracht. Grund ist oftmals die Angst vor weiteren Übergriffen.

Wir fordern einen offenen Umgang mit dem Thema Rechtsextremismus in Hennef. Dazu gehört sowohl eine aktive Erinnerungskultur, als auch das Einrichten einer zentralen Anlaufstelle für Betroffene rechtsextemer Gewalttaten. Diese Anlaufstelle könnte zudem als Informations- und Kampagnenzentrum dienen,  um die Menschen über Merkmale und Gefahren der rechtsextremen Szene aufzuklären. Wir unterstützen die Aktion “Ehrensache bunte Stadt!“, bei der in Hennef ansässige Gastronom*innen, Hotel- und Restaurantbesitzer*innen mit einem Aufkleber am Eingang deutlich machen, dass keine Räumlichkeiten an rechtsradikale, extremistische Parteien oder Gruppen vermietet werden.

Darüber hinaus rufen wir alle Hennefer*innen auf, sich gemeinsam mit uns an Anti-Nazi-Demonstrationen in der Region zu beteiligen und gegen Nazi-Aufmärsche friedlich zu demonstrieren!

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