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26Mrz

Besuch der Ausstellung „2 Grad mehr – na und?“

2015-03-26 14.36.58Wie wir schon berichtet haben wird seit dem 23. März die Wanderausstellung „2 Grad mehr – na und?“ im Hennefer Rathaus präsentiert. Das Projekt wurde auf unsere Initiative hin ins Rathaus gebracht. Zwei von uns waren heute vor Ort und haben sich die Ausstellung angeschaut.
Die Ausstellung verdeutlicht die Folgen des Klimawandels für die Länder und deren Bevölkerung in Südamerika. Als Bewohner*innen eines Industrielandes, gehören wir mit ca. 80% des im 20. Jahrhundert ausgestoßenen Gases CO2, mit zu den Hauptverantwortlichen des Klimawandels. Süd- und Mittelamerika zusammen sind nur mit einem Prozentsatz von 3,8% beteiligt. Das bedeutet, dass sie selbst nur zu einem geringen Teil an den Klimafolgen schuld sind, zu einem großen Teil jedoch wir. Ein Problem stellt beispielsweise die massive Abholzung des Regenwalds dar. Regenwälder sind riesige Kohlenstoffspeicher, durch Abholzung wird der gespeicherte Kohlenstoff in Form von CO2 in die Atmosphäre freigesetzt und verstärkt somit den Klimawandel. Außerdem spielen Regenwälder eine wichtige Rolle im Wasserkreislauf, welcher durch die Abholzung gestört wird. So kommt es beispielsweise zu Dürren und Absinken des Grundwasserspiegels, was wiederum Missernten bei den Bewohner*innen dieser Gebiete als Folge hat. Grund zur Abholzung sind wirtschaftliche Interessen an Weideflächen zur Viehzucht oder Monokulturen für Palmöl, Zuckerrohr und Soja für den Weltmarkt. Soja findet bei uns in großen Mengen Verwendung als Tierfutter oder Agrotreibstroff. Unser unbedachter Umgang mit fossilen Rohstoffen und unreflektiertes Konsumverhalten schadet der Umwelt und verursacht soziale Probleme in anderen Ländern. Der Klimawandel ist ein globales Problem, doch jeder einzelne von uns trägt einen kleinen Teil dazu bei. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch lokal aktiv werden.

Carlos Reynel Rodríguez aus Peru sagt: „Es ist nicht realistisch, in der Erwartung zu leben, dass von der Politik eine Lösung kommt. Wir normalen Bürger müssen bei der Veränderung der Dinge eine Rolle spielen“

Solange Lobbyisten weiter Politik betreiben ist es tatsächlich nicht realistisch eine Änderung zu erwarten. Deshalb sollten wir nicht warten sondern selber eingreifen. Wir sollten Ressourcen und Strom bewusster und in geringerem Ausmaß verbrauchen. Zum Beispiel öfter das Licht ausschalten, recyceln, kürzer Duschen und öfter mal zum Fahrrad statt zum Auto greifen. Außerdem sollten wir alle rücksichtsvoller konsumieren in dem wir zum Beispiel regionale, zertifizierte und nachhaltig hergestellte Produkte kaufen, den Stromanbieter wechseln und weniger Fleisch essen.

Wir tragen die Verantwortung und müssen deshalb unser Energiesystem grundlegend umgestalten und nachhaltiger leben und konsumieren. Nur so ist es möglich unseren Planeten Erde auf längere Zeit zu erhalten und soziale Ungerechtigkeiten auf der ganzen Welt zu vermeiden.

Dies war nur ein Bruchteil der Aspekte, welche die Ausstellung verdeutlicht. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann diese noch bis zum 17. April besuchen.

Besuchszeiten der Ausstellung:

Mo-Mi 8-16 Uhr,  Do 8-17.30 Uhr,  Fr  8-12 Uhr

Weitere Infos zum Projekt:

www.protect-the-climate.eu

Wir veranstalten außerdem am Samstag den 28. März eine Aktion im Sinne der Earth Hour auf dem Marktplatz in Hennef. Dort verbringen wir von 20:30 -21:30 eine gemütliche Stunde ohne Strom um auf den hohen Stromverbrauch und Klimaschutzmaßnahmen hinzuweisen. Hierzu ist jede*r Interessierte eingeladen.

Artikel von Kjell W.

Verfasst am 26.03.2015 um 18:48 Uhr von .
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