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Hennef & Menschenrechte » Coca-Cola Weihnachtstruck? Nein danke!
07Dez

Coca-Cola Weihnachtstruck? Nein danke!

killer-colaSeit mehreren Wochen werben die Stadt Hennef und die Werbegemeinschaft Hennef für die Veranstaltung „Hennefer Lichter“ am 13. Dezember im Hennefer Stadtzentrum. Mit dabei ist in diesem Jahr der Coca-Cola Weihnachtstruck, was auf den Plakaten zur Veranstaltung auch als ein Highlight angekündigt wird. Während der Zwischenstation auf dem Stadtsoldatenplatz verspricht Coca-Cola vorab „ein buntes Programm für alle Besucher und viele Aktionen zum Mitmachen“ und verweist auf seine weihnachtlichen Wohltätigkeitsaktionen.

Dazu erklärt Kjell Wistoff, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hennef:

„Wir sind sehr verwundert, dass dem Hersteller einer nachgewiesenermaßen ungesunden und unfair produzierten Limonade eine derartige Präsentationsfläche im öffentlichen Raum der Stadt Hennef gegeben werden soll. Während einer städtischen Veranstaltung, bei der mit dem Besuch zahlreicher Familien mit Kindern gerechnet werden kann, sendet die Anwesenheit des Coca-Cola Trucks unserer Meinung nach ein völlig falsches Signal aus. Es scheint, dass die Werbegemeinschaft lediglich die starke Werbewirkung der Marke im Blick hat. Zum Image der Stadt – Hennef ist seit 2012 Fairtrade-Stadt- passt der Besuch des Coca-Cola Trucks jedenfalls nicht!“

Coca Cola enthält große Mengen an Zucker und kann aufgrund der hohen Säurekonzentration die Zähne schädigen. Gerade bei Kindern kann das in Cola-Getränken enthaltene Phosphat die Aufnahme von Kalzium mindern und so Knochenbrüche begünstigen. Seit den 1990er Jahren wird die Coca-Cola Company in zahlreichen Ländern für Verbrechen gegen Menschen und Umwelt verantwortlich gemacht. In Kolumbien wird dem Konzern Zusammenarbeit mit Paramilitärs und Verfolgung von gewerkschaftlich tätigen Mitarbeiter*innen vorgeworfen, in der Türkei die brutale Niederschlagung von Protesten entlassener Arbeiter*innen, in Indien die Verschmutzung der Umwelt durch giftige Abfallprodukte und das massive Absenken des Grundwasserspiegels sowie in Mexiko die fragwürdige Erlangung von Wasserkonzessionen und Wasserverschmutzung. In Panama wurde Coca-Cola zu einer Geldstrafe in Höhe von 300.000 Dollar verurteilt, weil der Konzern im Jahr 2003 die Bucht von Panama mit Färbemitteln verschmutzt hatte.

Die Coca-Cola Company vertreibt neben Coca-Cola noch eine Reihe weiterer Getränke, z.B. Fanta, Sprite, Nestea, Bonaqa, Apollinaris, Powerade und Glacéau Vitaminwater. Letzteres war erst in diesem Jahr unter den Kandidaten zum „Goldenen Windbeutel“, einem von der Organisation Foodwatch verliehenen Negativpreis.

Coca-Cola ist eine der bekanntesten Marken der Welt. Sie steht als Symbol für den US-amerikanischen und insgesamt westlichen Lebensstil und verkörpert somit den umweltzerstörenden, menschenrechtsverletzenden und ausbeuterischen Kapitalismus. Es gibt weltweit nur zwei Länder, in denen Coca-Cola nicht vertreten ist: Nordkorea und Kuba. In allen anderen Ländern finden die Getränke der Coca-Cola Company bei der Konsumgesellschaft Anklang. Der Umsatz des Konzerns lag im Jahre 2010 bei 35,1 Milliarden Dollar. Unter dieser auf Profit ausgelegten Produktion, werden Menschenrechte und Umweltschutz hinten angestellt. Wir rufen zum Boykott eines Unternehmens mit solch einem menschen- und umweltverachtenden Firmenkonzept auf! Wer ab und an dennoch eine Cola trinken möchte, hat die Möglichkeit auf eine Reihe an regionalen oder fair gehandelten Produkten zurückzugreifen. Übrigens: Auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ruft bereits seit 2007 zum Boykott von Coca-Cola auf. Auf der Homepage des Verbandes finden sich zahlreiche Informationen zum Hintergrund des Boykotts und zu den Vorwürfen gegen den Coca-Cola-Konzern.

Verfasst am 07.12.2014 um 23:37 Uhr von mit den Stichworten .
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